Gefährdungsanalyse

Informationen zur Gefährdungsanalyse

Am 12.Oktober 2012 hat der Bundesrat die Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasser-Verordnung beschlossen. Nach Bekanntmachung am 13.12.2012 im Bundesanzeiger trat die geänderte Trinkwasserverordnung 2012 am 14.12.2012 in Kraft.

Mit dieser Novelle werden die Verantwortlichkeiten der Eigentümer der Anlagen und der Gesundheitsämter bei Überschreitung des Maßnahmenwertes besser dargestellt. Neben anderen Veränderungen wurden insbesondere die § 9 und 16 umgearbeitet. § 16 richtet sich an den Eigentümer und beschreibt die Maßnahmen, die er im Falle einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes vorzunehmen hat, u. a. die Erstellung einer Gefährdungsanalyse.

Relevant wird die Gefährdungsanalyse immer dann, wenn der technische Maßnahmenwert von >100KBE/100 ml für die Legionellenkonzentration überschritten wird, oder aus anderen Gründen eine Verpflichtung für eine Gefährdungsanalyse vorliegt. § 16 Abs. 7 TrinkwV schreibt für den Unternehmer oder sonstigen Inhaber einer Wasserversorgungsanlage unverzügliche Handlungspflichten im Überschreitungsfall vor.

Die Handlungspflichten sind im Wesentlichen:
• Unverzügliche Untersuchung der Ursachen (u.a. Ortsbesichtigung)
• Unverzügliche Erstellung einer Gefährdungsanalyse nach VDI Richtlinie 6023
• Umsetzung der sich daraus ergebenden erforderlichen Maßnahmen

Grenzwertüberschreitungen und resultierende Maßnahmen sind dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Die Verbraucher sind unverzüglich zu informieren. Weiterhin besteht eine Dokumentationspflicht über die durchgeführten Maßnahmen. Die Gefährdungsanalyse ist hierfür eine wesentliche Grundlage. Verstöße gegen die Handlungspflichten sind Ordnungswidrigkeiten und können ordnungsrechtlich geahndet werden.

Ferner sei angemerkt, dass im Vorfeld einer Beprobung die Warmwasser-Installation auf Einhaltung der allgemeinen anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) und eine mögliche Legionellengefahr geprüft werden sollte, um den deutlich größeren Folgeaufwand im Falle eines positiven Befundes zu vermeiden. Hier bietet sich ebenfalls die betrachtete Gefährdungsanalyse an, die dann auch als Grundlage für eine tiefere Gefährdungs-Einschätzung nutzbar ist, sollten dennoch Legionellen festgestellt worden sein.

Das Labor Dr. Staber und Kollegen bietet im Rahmen der TrinkwV/UBA-Empfehlung die Gefährdungsanalyse nach VDI Richtlinie 6023 an. Gerne erstellen wir Ihnen ein detailliertes Angebot.

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Gerne können Sie unseren Rückrufservice verwenden oder uns eine E-Mail senden an: trinkwasseruntersuchung@labor-staber.de

VDI = Verein Deutscher Ingenieure
UBA = Umweltbundesamt
TrinkwV = Trinkwasserverordnung

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